Gymnastikball

Der Gymnastikball ist wohl jedem ein Begriff, kaum einer kennt ihn nicht. Wozu man ihn allerdings alles verwenden kann, ist den Wenigsten bekannt. Um dieses Defizit aus dem Weg zu räumen, werden Sie nachfolgend genauere Informationen über die Einsatzmöglichkeiten des Gymnastikballs erhalten.Im Sprachgebrauch wird oftmals der Begriff „Sitzball“ als Synonym für Gymnastikball verwendet. Diese beiden Beschreibungen sagen schon sehr viel über die Einsatzbereiche des Balls aus, da er sich sowohl als Trainingsgerät für Gymnastikübungen als auch als Sitzgelegenheit mit Trainingseffekt eignet.

In Verwendung als Sitzball wird ein aufrechtes Sitzen gefördert, die Muskulatur im Bereich des unteren Rückens und der Wirbelsäule wird somit effektiv trainiert. Eine gesunde, aufrechte Sitzhaltung ist gerade heutzutage eminent wichtig, da der Arbeitsalltag oftmals größtenteils am Schreibtisch stattfindet. Als Folge daraus erleiden immer mehr Menschen einen Bandscheibenvorfall und beklagen sich den Rest ihres Lebens über Rückenprobleme. Unabhängig davon, ob Sie sich auf der Arbeit oder zu Hause befinden, der Ball kann jederzeit eingesetzt werden. Je mehr er zur Verwendung kommt, desto größer ist der erzielte Trainingseffekt. Daher eignet er sich optimal dazu, die Rückenmuskulatur passiv zu trainieren. Das bedeutet, Sie müssen keinen zusätzlichen Aufwand betreiben, sich nicht mit speziellen Übungen auseinander setzen, sondern können ganz bequem, ohne dabei Zeit zu verlieren, Ihre Gesundheit fördern, indem Sie quasi nebenbei an einer aufrechten Sitzhaltung arbeiten.

Nicht nur als Sitzgelegenheit mit positivem Trainingseffekt, sondern auch als aktives Trainingsgerät kann der Gymnastikball verwendet werden. Den Meisten von Ihnen fällt dabei zunächst sicherlich die Schwangerschaftsgymnastik ein. Zweifelsohne handelt es sich dabei um das populärste Gebiet, in dem der Ball Anwendung findet. Hierbei bereiten sich schwangere Frauen aktiv auf die Geburt vor, indem sie Rückenbeschwerden, die aus dem schwereren Bauch resultieren, vorbeugen. Es gibt zahlreiche Dehn-, Mobilisierungs- und Kräftigungsübungen, welche allesamt mit Hilfe des Balls durchgeführt werden können. Neben der Schwangerschaftsgymnastik kommt der Ball oftmals allgemein im Sport, aber auch in der Rehabilitation zum Einsatz. Ob in der Krankengymnastik oder nach verschiedenen Unfällen, in medizinischen Einrichtungen, die sich mit der Trainingsphase nach einem Unfall oder operativen Eingriff beschäftigen, wird regelmäßig mit Gymnastikbällen gearbeitet, um einen optimalen Gesundheitsstatus des Patienten herzustellen. Sportler, die bevorzugt nach einem abwechslungsreichen Plan trainieren, greifen ebenfalls in vielen Fällen auf den Gymnastikball zurück, da er äußerst variabel einsetzbar ist. Die verschiedensten Muskelgruppen, von Bauch- über Rücken-, Bein- und Brustmuskulatur, lassen sich mit dem Ball trainieren.

Natürlich hilft Ihnen ein solcher Ball nicht in jeder Situation optimal weiter, da es auf Ihren individuellen Anlass ankommt, auf die Frage, welche Ziele Sie verfolgen und was Sie innerhalb welcher Zeit erreichen möchten. Sollten Sie beispielsweise das Ziel haben, Ihren Körper zum Sommer hin schnellstmöglich in Form zu bringen, wird es sicherlich andere Trainingsgeräte geben, mit denen sich dieses Ziel optimaler und effizienter erreichen lässt. Unbestritten ist jedoch, dass der Gymnastikball eine günstige Alternative zu anderen Geräten ist, mit dem sich die unterschiedlichsten Dinge trainieren lassen. Da er so vielseitig und für nahezu jeden einsetzbar ist, spricht generell wenig dagegen, nicht mit einem solchen Ball zu trainieren.